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Neue Auftragsprozesse in der S/PRI 4.2 und Standardisierung der Diagnoseparameter

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Trotz Pandemie führen der Arbeitskreis Schnittstellen & Prozesse und die Unterarbeitskreise ihre Arbeit auch digital weiter. So konnten nach der letzten Sitzung mehrere wichtige Neuerungen beschlossen werden, die vor allem den Blick auf den FTTH-Ausbau und die Störungsdiagnose richten. Mit den nun veröffentlichten neuen S/PRI-Dokumenten ist ein weiterer Schritt in die Gigabitgesellschaft möglich.

Neben der derzeitigen Beauftragung von Diensten für bitstream access (BSA)-Anschlüsse, soll nun auch die Herstellung der Infrastruktur als erweiterter Auftragsprozess ermöglicht werden.

Hierfür wurde die neue Version der S/PRI-Schnittstelle um den „Konnektivitätsauftrag“ erweitert. Für diese neue Auftragsart wird vor der Bestellung eines BSA-Produktes für den Endkunden, auch der Bau Infrastruktur bis in die Wohnung beauftragt.

Für die Herstellung der Konnektivität erweitern sich die Prozessschritte zum heutigen Standartauftrag zwischen dem Leistungserbringer (Supplier) und Auftraggeber (Partner) um die folgenden Aspekte:

  • Einbindung des Eigentümers für die Zustimmung des Infrastrukturausbaus
  • Erhöhung des Informationsgehaltes für den Baufortschritt
  • Austausch notwendigen Veränderungen und Ergänzungen in Prozessphasen
  • erweiterte Verfügbarkeitsinformationen für den Ausbaustatus.

Auch mit Blick auf die Klärung potentieller Störungsursachen wird es Neuerungen geben.  Durch die zunehmende Nutzung der S/PRI hat sich der Einsatz des Geschäftsfalls „Diagnose“, zur Vorklärung von potentiellen Störungsursachen, in den letzten Jahren stark zugenommen. Mit den bisher gewonnenen Erfahrungen und „unterschiedlich“ verwendeten Messparameter, wurde im Arbeitskreis einer Empfehlung für „normierte“ Diagnose Werte erarbeitet.

Der Arbeitskreis stellt neues Preismodell zur WBCI-Zertifizierung vor

By | Arbeitskreis, S/PRI, WBCI | 2 Comments

Die letzte Sitzung des Jahres 2018 war für die Arbeitsgruppe WBCI und S/PRI nicht nur geprägt von einem Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr, sondern auch vom Abschied.

Andreas Lieder, bislang noch Sprecher des Arbeitskreises und Vertreter der M-net, wird das Unternehmen Anfang 2019 auf eigenen Wunsch verlassen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Unternehmen kann er auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken.

Insbesondere die neue Zertifizierung bei der WBCI-Schnittstelle fordert den Arbeitskreis und die Arbeitsgruppen zum Ende des Jahres erneut. In den vergangenen 5 Jahren wurden im Rahmen des der WBCI -Zertifizierung durch den Dienstleister T-Systems mehr als 200 Nutzungszertifikate ausgestellt und 30 Schnittstellenzertifizierungen durchgeführt. Die Anzahl der Zertifikate macht die Akzeptanz der standardisierten Schnittstelle deutlich, stellt aber noch nicht das Ende von Zertifizierung und Weiterentwicklung der Schnittstelle dar. Weiterhin nutzen nicht unerhebliche Zahlen an Unternehmen den Fax-Prozess und scheuen den Schritt zum Wechsel auf die WBCI. Im Rahmen einer Umfrage durch den Arbeitskreis wurden die Gründe für die fehlenden Wechselwilligkeit erhoben und den Ergebnissen wird Anfang 2019 nun Rechnung getragen.

Im ersten Schritt wurden die Kostenmodelle überarbeitet und deutlich vereinfacht.

Zukünftig wird es neben den Schnittstellenzertifikat nur noch das Nutzungszertifikat zu einem einmaligen Ausgabepreis von 400 € geben. Andre Rochlitzer, Sprecher des Arbeitskreis sieht darin eine wesentliche Senkung der Eintrittshürde für kleine Endkundenpartner (EKP). Die Reduktion um 1.600 € und die Auflösung einer Beschränkung bei den Vorabstimmungen für Kleinst-EKP sind ein deutliches Signal. Die noch im Einsatz befindliches Fax-Geräte und der fehleranfällige Vorgang sollen der Vergangenheit angehören und der Anbieterwechsel damit in Gänze verbessert werden. Mit der Outbox AG wurde für dieses Vorhaben ein wichtiger neuer Partner gefunden.

Schließlich wird auch die S/PRI stetig weiterentwickelt,so dass auch die Diskussionen um die Erweiterung des S/PRI-Replikates erfolgreich fortgeführt werden konnten.

All diese Themen sowie das Thema der Sicherheitsanforderungen und viele weitere, werden den Arbeitskreis und seine Arbeitsgruppen in das Jahr 2019 begleiten. Zum Jahresauftakt wird es dann Sitzungen der einzelnen Gremien inklusive der Sprecherwahl an insgesamt zwei Tagen in Berlin geben.

Neue Strukturen festigen sich für die arbeitsreiche Zukunft

By | AG Anbieterwechsel, Arbeitskreis, S/PRI, WBCI | Keine Kommentare

Die erste Sitzung unter der neuen Geschäftsordnung, mit größerer Runde und zahlreichen Themen liegt hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Arbeitskreis Schnittstellen & Prozesse und der früheren AG Anbieterwechsel. Auf Einladung der Vodafone fanden sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland in Ratingen ein.

Ziel war es, gemeinsam die Profile der Unterarbeitsgruppen zu schärfen, die künftig als Arbeitsgruppen (kurz: AG) firmieren werden. Neben der AG WBCI und der AG S/PRI wird es auch die AG Prozesse geben. Hinter ihr verbirgt sich die frühere AG Anbieterwechsel. Den alten Namen selbst fanden die Mitglieder nicht mehr zeitgemäß und passend, da das Spektrum der Aufgaben und Fragestellungen größer ist als zuvor.

Auch eine Clearing-Plattform soll dereinst in den Verantwortlichkeitsbereich der AG Prozesse fallen. Somit zeigt sich, dass auch die Themen einem stetigen Fluss unterliegen. Abgeschlossen werden konnte hingegen das Thema der Auswirkungen von digitalen Willenserklärungen des Endkunden im Rahmen eines Anbieterwechsels. Nach langem Ringen der Juristen haben sich die Unternehmen nunmehr auf eine Aktualisierung der Haftungsfreistellungserklärung verständigen können. Damit werden Sie nicht nur der voranschreitenden Digitalisierung gerecht, sondern auch dem Bedürfnis nach rechtlicher Klarheit und Sicherheit.

Schließlich leben auch alte Themen wieder auf. Der WBCI-Vertrag zum Betrieb der Konformitätstest-Plattform und die Sicherung der WBCI-Zertifizierung sind Herzensangelegenheit des Arbeitskreises. Da der bestehende Vertrag mit T-Systems als Dienstleister in absehbarer Zeit auslaufen wird, sind die Mitglieder des Arbeitskreises bemüht, eine neue Lösung zu finden, die es Unternehmen noch einfacher macht, den Schritt zur Zertifizierung zu wagen. Vor allen Dingen kleinere Unternehmen stehen immer noch stark im Fokus des Arbeitskreises. Für sie soll das Zertifizierungsregime künftig noch besser ausgestaltet werden. Aber auch die Zertifizierung von Schnittstellen soll nicht unter den Tisch fallen und langfristig gesichert werden. Da es jedoch möglicherweise zunächst zu einer Pause von ein paar Monaten bei der Schnittstellenzertifizierung kommen kann wird, sind Unternehmen, die bis Mitte 2019 eine Zertifizierung ihrer WBCI-Schnittstelle benötigen aufgerufen, dies dem Arbeitskreis mitzuteilen.

 

Ausblick:

Die nächste Sitzung der AG Prozesse wird als Webmeeting ausgerichtet.

Der AK Schnittstellen & Prozesse trifft sich zu seiner nächsten Sitzung am 25.09.2018 bei der M-net in München.