Zum Betrieb der WBCI-Schnittstelle gibt der Arbeitskreis Schnittstellen & Prozesse unterschiedliche Arten von Zertifikaten aus.

Die Teilnahme am Anbieterwechsel unter Nutzung einer WBCI Schnittstelle setzt den einmaligen¹ Erwerb sogenannter Zertifikate voraus.

Diese gliedern sich grundsätzlich in zwei Gruppen – Schnittstellen- und Nutzungszertifikate. Bei Schnittstellenzertifikaten handelt sich um einen Nachweis über die Zertifizierung einer WBCI Schnittstelle der jeweiligen Version und deren Einsatz.  Ein Nutzungszertifikat hingegen weist ein Unternehmen gegenüber einem anderen Unternehmen als Teilnehmer am automatisierten Anbieterwechsel aus.

Die Zertifikate sind somit nur als Legitimation zur Teilnahme am Anbietwechsel zu verstehen.

 

Bereits ausgegebene Zertifikate und weitere Informationen finden Sie hier:

Nutzungszertifikate
Schnittstellenzertifikate
Nutzungszertifikat-Bundle (Dienstleister)

Die unterschiedlichen Zertifikate

  • Ein Nutzungszertifikat ermöglicht die Durchführung eines Anbieterwechsels über die WBCI-Schnittstelle, unabhängig davon, ob die WBCI-Schnittstelle selber realisiert wurde, oder ein Dienstleister genutzt werden soll. Die Kosten in Höhe von (einmalig) 400 EUR beinhalten die Erstellung und Verwaltung der Zertifikate.

  • Ein Schnittstellenzertifikat ermöglicht den zertifizierten Betrieb einer WBCI-Schnittstelle. Die Kosten in Höhe von (einmalig je Version) 5.500 EUR beinhalten die Erstellung und Verwaltung der Zertifikate und darüber hinaus auch die Zertifizierung der für den Betrieb vorgesehenen WBCI-Schnittstelle.

  • Ein Nutzungszertifikat-Bundle (Dienstleister) aus einem Bundle ermöglicht dem Micro die Durchführung eines Anbieterwechsels im Namen eines dienstleistenden EKP, unabhängig davon, ob dieser eine WBCI-Schnittstelle selber realisiert hat, oder ein weiterer Dienstleister genutzt werden soll. Eine Bundle umfasst  immer eines dieser speziellen Nutzungszertifikate und kann für 10 EKP genutzt werden. Dabei teilen sich alle EKP eine ITU-Kennung. Die Kosten in Höhe von (einmalig) 5.000 EUR je Bundle beinhalten die Erstellung und Verwaltung der Zertifikate – Besondere Anforderungen, welche Sie hier finden.

¹ gilt nur für Nutzungszertifikate. Schnittstellenzertifikate müssen für jede Version einmal beantragt werden.

So beantragen Sie den ITU Carrier Code

Die Ausstellung von Zertifikaten kann nur erfolgen, wenn das Unternehmen mit Beantragung eines gültigen ITU Carrier Codes (ICC) vorweisen kann.

Der ICC dient dabei der eindeutigen Identifizierung des Kommunikationspartners. Die Beschreibung des ICC ist auf der Seite der ITU abrufbar.

Die Liste der in Deutschland bereits vergebenen ICC finden Sie hier.

Um einen neuen ICC zu beantragen ist gemäß ITU ein Prozess zu durchlaufen, welchen Sie hier genauer beschrieben finden.

  1.  Ausfüllen des ITU Formblattes zur Beantragung des ICC, welches Sie hier abrufen können.
  2. Das Formblatt ist beim Referat 118 der BNetzA einzureichen Bundesnetzagentur Referat 118 Nummernverwaltung Canisiusstraße 21 55122 Mainz
  3. Die BNetzA leitet den Antrag (nach Prüfung) an die ITU weiter
  4. Die Informationen über die Zuteilung erhält der Antragssteller im Anschluss von der ITU
  5. Die Zuteilungen werden zusätzlich im „ITU-Newsletter” veröffentlicht/kommuniziert