Das neue Modell

Ein Nutzungszertifikat-Bundle (Dienstleister) aus einem Bundle ermöglicht dem Micro die Durchführung eines Anbieterwechsels im Namen eines dienstleistenden EKP, unabhängig davon, ob dieser eine WBCI-Schnittstelle selber realisiert hat, oder ein weiterer Dienstleister genutzt werden soll. Eine Bundle umfasst  immer eines dieser speziellen Nutzungszertifikate und kann für 10 EKP genutzt werden. Dabei teilen sich alle EKP eine ITU-Kennung. Die Kosten in Höhe von (einmalig) 5.000 EUR je Bundle beinhalten die Erstellung und Verwaltung der Zertifikate.

Im Folgenden zeigen wir am am Beispiel von EKP(X) und 1&1, wie das neue Modell funktionieren wird und welche Anforderungen Sie dafür erfüllen müssen.  

Um  bislang nicht unmittelbar an der WBCI beteiligten EKP die Möglichkeit zu bieten, sich an einem Anbieterwechsel über die WBCI zu beteiligen und gleichsam zu verhindern, dass diese auf das Faxverfahren zurückfallen bzw. auch die Möglichkeit zu schaffen, weitere EKP vom Faxverfahren weg zu bewegen, soll neben dem bestehenden Zertifikatsmodell ein Modell zum direkten Prozessieren durch EKP(X) als Dienstleister eingeführt werden. Dieses soll auch die EKP in die Lage versetzen, sich den spezifizierten Abläufen zum Anbieterwechsel und hier insbesondere der Verwendung der ITU-Kennung und Zertifikaten des Dienstleister EKP anzuschließen.

Hierdurch soll es den Unternehmen ermöglicht werden, auf der Grundlage eines entsprechenden vertraglichen Konstrukts, Aufträge über die WBCI einzuspeisen.

Preismodell:

Die Bündelzertifikate werden in 10er-Bündeln vergeben. Ein Bündel für 10 Mikro-EKP kostet 5.000 EUR. Es kann eine beliebige Anzahl an Bündeln erworben werden.

Upgrades sind grundsätzlich jederzeit möglich und können durch den Ausgleich des Deltas von (mindestens) weiteren 5.000 EUR (je nach Höhe des Upgrades) in Anspruch genommen werden. Ein Downgrade ist hingegen nicht möglich.

Die ITU-Kennung ist für sämtliche EKP gleich und ändert sich auch mit dem Zukauf weiterer Bündel nicht.

Kopplung zwischen 1&1 und EKP (X):

In diesem Verhältnis werden alle Anbieterwechsel abgewickelt, die zwischen den miteinander verbundenen Unternehmen (hier im Bsp. 1&1 und EKP (X) stattfinden. Dies läuft über die reguläre ITU Kennung von EKP (X) und findet über die WBCI M2M Schnittstelle statt

Kopplung zwischen 1&1 und EKP (X) in der Rolle als Dienstleister:

Über einen zusätzlichen ITU-Code werden sämtliche Anbieterwechsel zwischen 1&1 und den hinter EKP (X) – stehenden Micro-EKP abgewickelt. Für den zusätzlichen ITU-Code sind, je nach Anzahl der angeschlossenen EKP, ein oder mehrere Bündelzertifikate vorzuweisen. Bei deren Beantragung ist darauf zu achten, die ersten 2 der 6 Zeichen mit „FL“ (Flat) zu vergeben, anhand derer ein EKP bereits mit Eingang einer Vorabstimmungsanfrage erkennen kann, dass es sich um einen EKP aus einem Bündelzertifikat handelt. Hinter der zusätzlichen ITU-Kennung stehen dann wiederum die kleineren Unternehmen, welche sich der Dienstleistung des EKP (X) bedienen, der für sie die Aufträge über seine WBCI einspeist. Welche EKP sich hinter dieser ITU-Kennung verbergen hat der EKP (X) auf einer von ihm gepflegten und dem AK Schnittstellen & Prozesse bekanntzugebenden Website darzustellen. Hierdurch wird für das abgebende oder aufnehmende Unternehmen deutlich, dass es sich nicht direkt um den EKP (X), sondern um einen der vertraglich angebundenen EKP handelt.

Der EKP (X) selbst verpflichtet sich durch ein vertragliches Konstrukt (z.B. Nebenabrede zur bestehenden vertraglichen WBCI-Koppelung) mit dem EKP 1&1, die Pflichten aus § 46 TKG zu übernehmen bzw. dafür Sorge zu tragen, dass sichergestellt ist, wer im Zweifelsfalle für eine Weiterversorgung des Endkunden zu sorgen hat. Der Endkunde darf durch diese Regelung nicht benachteiligt oder in seinen Rechten beschnitten werden.

Durch dieses Modell kann ebenfalls erreicht werden, dass kleinere EKPs, die nur eine geringe Anzahl an Portierungen haben, kein eigenes Zertifikat erwerben müssen und auch keine Koppelung mit den großen Häusern eingehen müssen. Hierdurch können demnach die Grundlagen dafür geschaffen werden, dereinst gänzlich auf das Fax-Verfahren verzichten zu können.

Die Reseller EKP sind darüber hinaus verpflichtet, neben der korrekten Registrierung mit einer BNetzA Nummer, die Teilnahme am Anbieterwechsel dem Referat 216a anzuzeigen.

Wechselt ein EKP seinen Dienstleister EKP (X) oder wird er wieder mit einer eigenständiger Fax- oder WBCI M2M-EKP Lösung agieren, werden alle laufenden Vorabstimmungen noch bis zu deren Abschluss mit dem alten Dienstleister abgewickelt. Dies wird vertraglich sichergestellt. Optional können die beteiligten EKPs bilateral übereinkommen, dass laufende Vorabstimmungen unter Berücksichtigung der Vorlauffristen über den WBCI Geschäftsfall STR-AEN beendet und neue Vorabstimmungsanfragen mit dem neuen ITU-Code des nun wieder eigenständig gewordenen EKPs gestartet werden.

Zertifikate:

InhaberCarriercodeSchnittstelleAngeschlossene EKPsZertifikat
Tele Columbus AGFLTC30Zertifikat
OpenNumbers GmbHFLOPEN10Zertifikat
outbox AGFLOBXoutbox AG10Zertifikat
autphone GmbHFLAUTEnghouse (vormals XConnect)10Zertifikat
HL komm Telekommunikations GmbHFLHLKEnghouse (vormals XConnect)20Zertifikat
TELE AGFLTELEoutbox AG10Zertifikat