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Presse & Pressemitteilungen

Wird zu früh gekündigt und dem neuen Anbieter erst später Bescheid gegeben, können sich die Anbieter aber nicht mehr über diesen Termin abstimmen.

Andre RochlitzerSprecher des Arbeitskreises Schnittstellen & Prozesse

Angaben in der „Ankündigungsmeldung Technische Ressource” (AKM-TR) bei der Anschlussart FTTC

By Anbieterwechsel, WBCI Keine Kommentare

Im Zuge der Vorabstimmungen werden die Informationen zu den technischen Ressourcen mitgeteilt, damit der aufnehmende Anbieter entscheiden kann, ob und wie er die Ressource übernehmen möchte. Bei der Anschlussart FTTC kommt es hier, aufgrund der Konstellation der Vorleistungsprodukte, immer wieder zu Herausforderungen, wenn in der AKM-TR nicht die korrekten Informationen ausgetauscht werden. Warum ist das so?

Fiber to the curb (FTTC) ist eine Breitbandanschlussvariante , bei der die Lichtwellenleiter bis an den Verteilerkasten am Gehwegbereich verlegt sind. Von diesem Ort aus wird der Kabelweg bis zur Anschlussdose in der Zimmerwand noch mit einem Kupferkabel überbrückt.

Der Kupferteil ist in einer Vielzahl der Fälle von der Telekom und im Rahmen der Vorabstimmung wird dafür eine WITA-Vertragsnummer übermittelt. Der Glasanteil kann von einem alternativen Anbieter sein. Dieser wird mit einer Line-ID identifiziert welche aber auch den Kupferanteil einschließt. Mit der AKM-TR wird mitgeteilt, welche Ressource übernommen werden soll. Ist es nur der Kupferteil ohne Glas, dann wird als zu übernehmende Ressource die WITA-Vertragsnummer angegeben. Die beteiligten Carrier wissen, dass die Folge-Prozesse über die WITA abzuwickeln sind. In den meisten Fällen wird der Anschluss auf dem Glas mit Kupferanteil realisiert. In diesen Fällen ist in der AKM-TR als Identifikator die Line-ID anzugeben, welche auch den Kupferanteil inkludiert. Die beteiligten Carrier wissen, dass die Folgeprozessierung in der S/(PRI stattfindet. Wenn bei der Ressourcen-Übernahme „JA“ ausgewählt wird und keine Ressource konkret genannt wird, führt das zu einer Abbruchmeldung (ABBM-TR), da dem abgebenden EKP nicht klar ist, was genau übernommen werden soll.

Gleiches gilt auch dann, wenn beide Kennungen, WITA-Vertragsnummer und Line-ID, genannt werden, was auch zu einer Abbruchmeldung führt.

Alle Unterlagen zum Anbieterwechsel finden Sie hier.

Alle Unterlagen zur WBCI Schnittstelle finden Sie hier.

Zusätzlich sind die Szenarien auch im Arbeitshandbuch der WBCI aufgeführt.

Der Arbeitskreis entwickelt eine zeitgemäße Clearing Plattform

By AG Prozesse Keine Kommentare

Die zunehmende Marktdurchdringung der vom AK S&P spezifizierten Schnittstellen WBCI und S/PRI sowie deren Zusammenspiel mit der WITA erfordern ein großes Maß an Prozesskenntnis in den Häusern, die mit diesen Schnittstellen arbeiten. Trotz eines hohen Grades an Automatisierung ist ein manueller Eingriff (Clearing) in einigen Fällen unvermeidlich. Dieser wird immer dann erforderlich, wenn beispielsweise Meldungen ausbleiben, oder es zu Fristüberschreitungen an den Schnittstellen kommt. Die Kommunikation zwischen den beteiligten Unternehmen zur Klärung fachlicher und technischer Fragen wurde bislang nahezu ausschließlich bilateral definiert und war somit keineswegs einheitlich.

Dies hat der Arbeitskreis zum Anlass genommen, diese Abläufe in einem weiteren Arbeitshandbuch zu regeln und allen Marktteilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Nach intensiver Zusammenarbeit seit Anfang 2019 mit verschiedensten Marktteilnehmern wurde am 01.07.2019 die erste Version des Arbeitshandbuchen für Clearing für den Markt veröffentlicht.

Im Arbeitshandbuch ist die “analoge” Welt der der gebräuchlichsten Clearingszenarien dargestellt, in der klassisch per E-Mail kommuniziert wird.

Ein weiterer Meilenstein in der Digitalisierung stellt die Entwicklung und Einführung einer Clearingplattform dar.

Der Fokus liegt hier auf der Ablösung der E-Mail-Kommunikation zwischen den Häusern, Die Plattform wird zu mehr Übersichtlichkeit und Auswertbarkeit in Bezug auf die Clearingfälle führen und dadurch die Abläufe vereinfachen.

Die Anbindung eines Unternehmens kann hierbei über eine API (elektronischen Schnittstelle) erfolgen, um so das Clearing direkt per Schnittstelle in die IT-Prozesse des Unternehmens zu integrieren.

Darüber hinaus können Unternehmen auch per Webbrowser über einen Portalzugang die Clearingplattform nutzen, was insbesondere für eine geringe Anzahl von Tickets eine gute Alternative darstellt und keine Anbindungskosten verursacht.

Fachlich baut die Clearingplattform auf dem vorhandenen Arbeitshandbuch auf und überführt die dort beschriebenen Prozesse für unterschiedliche Clearingszenarien in digitale Abläufe.

Bereitgestellt wird der Zugang zur einer Clearingplattform von mehreren Dienstleistern, die das System konzipiert haben und es zusammen mit dem AK S&P auch weiterentwickeln und pflegen. Diese Dienstleister bieten unterschiedliche Konditionen und Tarife an, zu denen die Unternehmen die Clearingplattform nutzen können.

Ein Start der Clearingplattform ist für die 2. Jahreshälfte 2022 geplant. Kontakt zu den Dienstleistern ist für Interessierte auf folgenden Wegen möglich:

Über aktuelle Informationen halten wir Sie hier auf dem Laufenden.

Tipps zum Anbieterwechsel – Terminvorziehungen über WBCI

By Anbieterwechsel, WBCI Keine Kommentare

Immer wieder kommt es vor, dass ein bereits abgestimmter Wechseltermin verändert werden soll. Im Fall einer Terminverschiebung in die Zukunft nutzt der EKPauf (aufnehmender Endkundenvertragspartner) dazu den Geschäftsfall „TV“.

Anders verhält es sich, wenn der Termin vorgezogen werden soll. Hierzu ist eine Abstimmung mit dem EKPabg (abgebende Endkundenvertragspartner) erforderlich.

Der spezifizierte Prozess sieht dazu vor, dass der EKPabg ein Storno „Typ Änderung“ mit der Begründung: „Terminvorziehung aufgrund vorzeitiger Vertragsbeendigung“ versendet. Die Meldung kann zusätzlich auch ein Datum enthalten, was den frühesten, vorgezogenen Wechseltermin enthält. Der aufnehmende EKP prüft nun, ob er den Kunden früher aufnehmen kann. Wenn dem so ist, stimmt er dem Storno zu und fragt mit neuem Termin an.

Aber Achtung: Diese neue Anfrage darf nicht unverzüglich wieder neu versendet werden. Der EKPabg muss die Chance haben, seinen Bestand so zu korrigieren, dass die neue Anfrage auch den richtigen frühestmöglichen Wechseltermin enthält.

Im Arbeitshandbuch WBCI ist hierzu beschrieben, dass eine neue Anfrage frühestens 5 Arbeitstage nach Zustimmung erfolgen darf.

Hält man sich nicht an diese Frist, besteht ein hohes Risiko, dass in der neuen Vorabstimmung wieder der ursprüngliche Termin bestätigt wird. Viele EKP benötigen diese 5 AT nicht, dies ist dann bilateral abzustimmen.

Alle Unterlagen zum Anbieterwechsel finden Sie hier.

Alle Unterlagen zur WBCI Schnittstelle finden Sie hier.

Arbeitskreis stellt die Weichen für 2022

By Arbeitskreis, Pressemitteilung Keine Kommentare

Zu Beginn des Jahres 2022 stand in der ersten Sitzung des Arbeitskreises Schnittstellen und Prozesse die jährliche Neuwahl der Sprecher auf der Tagesordnung. Zum neuen Sprecherduo wählten die Mitglieder den amtierenden Sprecher André Rochlitzer-Marquier (1&1) und erstmalig Jürgen Dohle (Telekom Deutschland GmbH).

Im Rückblick auf das Jahr 2021 stechen drei Themen aus der Vielzahl an Aufgaben und Aktivitäten des Arbeitskreises und den spezialisierten Arbeitsgruppen hervor, deren Realisierung für das Jahr 2022 in den Fokus rücken.

Mit Inkrafttreten des neuen TKG im Dezember 2021 bestand die Herausforderung darin, sämtliche, vom Arbeitskreise veröffentlichten Spezifikation einem Review zu unterziehen und insbesondere die neuen Kundenschutzvorschriften dabei zu berücksichtigen und Änderungen an Prozessabläufen einzuarbeiten. Pünktlich zum 1.12.2021 konnten alle Unterlagen mit den entsprechenden Anpassungen veröffentlicht werden. Auch die für die WBCI Kopplungen im Anbieterwechsel erforderlichen Vertragsunterlagen stehen in aktualisierter Form zum Download bereit.

Das von der Bundesnetzagentur initiierte und moderierte Gigabitforum hat dem Arbeitskreis im dritten Quartal das Mandat erteilt, die im Glasfaserausbau erforderlichen Schnittstellen und Geschäftsprozesse einem umfänglichen Review bzw. einer Neuentwicklung zu unterziehen.

Auszug aus dem Mandat: Vorhandene und genutzte Geschäftsprozesse müssen auf der Schnittstellen Architektur abzubilden sein, bzw. sind im Rahmen der Konsolidierung bereits vorhandener, semantisch ähnlicher Schnittstellen zu berücksichtigen und an die Marktbedürfnisse und Erfordernisse anzupassen. Die etablierten Schnittstellen S/PRI, WITA, WBCI werden technisch und prozessual vereinheitlicht (soweit möglich). Zielsetzung ist eine Schnittstelle, welche sämtliche Prozesse abbilden kann. Hierbei werden auch Prozesse berücksichtigt, welche derzeit ohne Schnittstellenunterstützung sind.

Hiermit ergibt sich die einmalige Chance, die im Wholesale & Wholebuy Umfeld und in WITA / S/PRI und WBCI etablierten Prozesse als modulare Basisprozesse in einer neuen und gemeinsamen Schnittstellen-Architektur zu standardisieren.

Als dritter Schwerpunkt stand die Entwicklung einer technischen Schnittstellenspezifikation zur Überführung der Clearing Geschäftsfälle auf Basis von E-Mail Kommunikation auf eine Clearingplattform im Fokus. Diese Spezifikation konnte Anfang 2022 finalisiert werden und wird in diesem Jahr nun in konkreten Clearingplattformen umgesetzt, an die sich wiederum erste Häusern koppeln werden, um ihre Clearinggeschäftsfälle zukünftig darüber zu prozessieren.

Arbeitskreis bestätigt Führungsduo für 2021

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In der ersten Sitzung des neuen Jahres wurden die Schwerpunkt Themen für das Jahr 2021 des Arbeitskreises Schnittstellen und Prozesse vorgestellt und diskutiert. Wie bereits seit einigen Monaten üblich,  wurde auch diese Sitzung pandemiebedingt als virtuelle Konferenz durchgeführt. Das große Interesse der Unternehmen in dieser außergewöhnlichen Situation, in der auf die wichtigen Präsenzmeetings verzichtet werden muss, zeigt sich wiederholt an der Teilnehmerzahl – 20 von 22 Mitgliedsunternehmen waren bei der Sitzung anwesend.

Als erster Tagesordnungspunkt stand die Wahl der beiden Sprecher für das Jahr 2021 auf der Agenda. Die beiden amtierenden Sprecher André Rochlitzer-Marquier (1&1) und Jochen Witt (NetCologne) wurden dabei in ihrer Rolle erneut bestätigt.

Auch im Jahr 2021 wird ein zentraler Schwerpunkt des Arbeitskreises die weitere Ausgestaltung der Glasfaservermarktungsschnittstelle S/PRI sein.

Dazu Jochen Witt: „Die Notwendigkeit von branchenweiter Kooperation zu den Herausforderungen im Glasfaserausbau und die Etablierung von marktweiten Ablauf Standards sind zentrale Pfeiler bei der Bereitstellung der digitalen Infrastruktur“.

Einen weiteren Schwerpunkt mit dem sich der Arbeitskreis in diesem Jahr beschäftigen wird, sind die Neuerungen im Telekommunikationsmodernisierungsgesetz  (TK-MoG-E). Um diesen Themen Rechnung zu tragen, wurde eine eigene Arbeitsgruppe gebildet.

Andre Rochlitzer: „Die über die vergangenen Jahre etablierten und stabilen Prozesse wie z.B. dem Anbieterwechsel, müssen vor dem Hintergrund der geplanten Änderungen im Telekommunikationsmodernisierungsgesetz  auf den Prüfstand gestellt werden, damit die gesetzlichen Anforderungen auch in die praktische Ausgestaltung der Wechselprozesse überführt werden können.

 

Zudem ist geplant, eine bundesweite Clearingplattform für den bilateralen Austausch zwischen den Marktteilnehmern zu etablieren, die bei operativen Herausforderungen als Kommunikationsmedium dient. Hier hat der Arbeitskreis bereits mit seinem Clearinghandbuch die Grundlage für eine zukünftige Clearing Plattform geschaffen.

Mittlerweile ist der Arbeitskreis auf 22 Unternehmen angewachsen. Das zeigt, dass das Interesse nach einheitlichen Abläufen und Schnittstellen zwischen den TK- Unternehmen nach wie vor ungebrochen ist

Effizienter Umgang mit Prozessfehlern

By AG Anbieterwechsel, Arbeitskreis, Pressemitteilung, Veranstaltung, WBCI Keine Kommentare

Der Arbeitskreis Schnittstellen und Prozesse hat gemeinsam mit Beteiligung der Verbände VATM und BUGLAS am Mittwoch, den 16.12.2020 eine virtuelle Infothek zum Thema „Effizienter Umgang mit Prozessfehlern/Abweichungen im Bereich Festnetz“ veranstaltet. Die Veranstaltung wurde von knapp über 100 Teilnehmern besucht.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung bildete die Behandlung von Clearing-Prozessen, also der manuellen Fehlerbehebung, während der Bereitstellung bis zur Entstörung bei Access- und Telefonie-Produkten im Festnetz. Im Rahmen des Vortrags wurde auch das neue Arbeitshandbuch „Clearing“ des Arbeitskreises vorgestellt und anhand einiger Clearing-Szenarien detaillierter dargestellt.

Das aktualisierte Arbeitshandbuch steht seit dem 18.12.2020 auf Homepage zur Verfügung (https://ak-spri.de/prozesse/clearing/)

Anschließend wurde das EKP-Portal vorgestellt. Dieses hat durch ein kürzliches Update einige neue Funktionen erhalten, die näher erläutert wurden. So findet sich nun auch ein vollständig überarbeiteter Bereich zum Clearing. Hier ist es nun möglich, verschiedene Kontaktstellen zu einzelnen Clearing-Szenarien anzugeben, die den Workflow erleichtern sollen. Das EKP-Portal bezieht sich hier auf das überarbeitete Arbeitshandbuch „Clearing“. Im Rahmen des Vortrags wurden die Teilnehmer durch verschiedene Neuerungen der Plattform geführt, die anhand von Beispielen näher erläutert wurden.

Die Änderungen am EKP Portal sind nunmehr für alle Nutzer bereitgestellt (https://www.ekp-portal.de/).

Abschließend gab der Arbeitskreis einen Ausblick darüber, wie Clearing-Prozesse zukünftig noch effektiver bearbeitet werden könnten. „Das Ziel sei es, mittels einer eigenen Clearing-Plattform einen strukturierten Austausch von Clearing-Fällen zu schaffen, über die Nachrichten strukturiert und automatisiert bearbeitet werden können“, betonte André Rochlitzer Marquier, Sprecher des Arbeitskreises Schnittstellen und Prozesse. Als fachliche Basis wird hierzu das Arbeitshandbuch „Clearing“ des Arbeitskreises dienen. Die Plattform müsse dabei sowohl über eine elektronische Schnittstelle, also auch über eine browserbasierte Anbindung verfügen, um für eine Vielzahl von Unternehmen attraktiv zu sein“

Derzeit arbeitet der Arbeitskreis an entsprechenden Lösungen. Auch die Finanzierung bedarf noch weiterer Abstimmungen, wobei man plane, die Plattform für kleinere Unternehmen kostenfrei anzubieten.

Safe The Date am 16.12.2020 – Effizienter Umgang mit Prozessfehlern/Abweichungen im Bereich Festnetz

By AG Anbieterwechsel, Arbeitskreis, Veranstaltung, WBCI Keine Kommentare

Der  Arbeitskreis Schnittstellen und Prozesse sowie die Verbände VATM und Buglas möchten Sie gerne zu einer virtuellen Infothek zum Thema „Effizienter Umgang mit Prozessfehlern/Abweichungen im Bereich Festnetz

am Mittwoch, den 16.12.2020, 13:00 – 14:00 Uhr, einladen.

Im Fokus stehen vor allem die Standardisierung und einfache Handhabung von Clearingszenarien (manueller Fehlerbehebungen), von der Bereitstellung bis zur Entstörung für Access- & Telefonie-Produkte. Darüber hinaus gibt es vielfältige Informationen zum EKP Portal und einen spannenden Ausblick in die Weiterentwicklung einer Clearing Plattform für alle Anbieter im Festnetz Markt.

In der einstündigen Websession, am 16.12.2020 zwischen 13.00 und 14.00 Uhr, soll der Schwerpunkt auf die folgenden Themen gesetzt werden:

  • Vorstellung des Arbeitshandbuches Clearing (Arbeitskreis)
  • Relaunch EKP Portal / Ausfüllhilfen (Enghouse und Arbeitskreis)
  • Strategie und Zukunftsfelder von Clearingszenarien (Telekom)
  • Q&A Session (Alle)

Die Zugangsdaten zur Websession erhalten Sie per Mail von der VATM-Geschäftsstelle.

Bitte senden Sie dazu einfach eine Mail an:
us@vatm.de

 

 

Neue Auftragsprozesse in der S/PRI 4.2 und Standardisierung der Diagnoseparameter

By Arbeitskreis, S/PRI, WBCI Keine Kommentare

Trotz Pandemie führen der Arbeitskreis Schnittstellen & Prozesse und die Unterarbeitskreise ihre Arbeit auch digital weiter. So konnten nach der letzten Sitzung mehrere wichtige Neuerungen beschlossen werden, die vor allem den Blick auf den FTTH-Ausbau und die Störungsdiagnose richten. Mit den nun veröffentlichten neuen S/PRI-Dokumenten ist ein weiterer Schritt in die Gigabitgesellschaft möglich.

Neben der derzeitigen Beauftragung von Diensten für bitstream access (BSA)-Anschlüsse, soll nun auch die Herstellung der Infrastruktur als erweiterter Auftragsprozess ermöglicht werden.

Hierfür wurde die neue Version der S/PRI-Schnittstelle um den „Konnektivitätsauftrag“ erweitert. Für diese neue Auftragsart wird vor der Bestellung eines BSA-Produktes für den Endkunden, auch der Bau Infrastruktur bis in die Wohnung beauftragt.

Für die Herstellung der Konnektivität erweitern sich die Prozessschritte zum heutigen Standartauftrag zwischen dem Leistungserbringer (Supplier) und Auftraggeber (Partner) um die folgenden Aspekte:

  • Einbindung des Eigentümers für die Zustimmung des Infrastrukturausbaus
  • Erhöhung des Informationsgehaltes für den Baufortschritt
  • Austausch notwendigen Veränderungen und Ergänzungen in Prozessphasen
  • erweiterte Verfügbarkeitsinformationen für den Ausbaustatus.

Auch mit Blick auf die Klärung potentieller Störungsursachen wird es Neuerungen geben.  Durch die zunehmende Nutzung der S/PRI hat sich der Einsatz des Geschäftsfalls „Diagnose“, zur Vorklärung von potentiellen Störungsursachen, in den letzten Jahren stark zugenommen. Mit den bisher gewonnenen Erfahrungen und „unterschiedlich“ verwendeten Messparameter, wurde im Arbeitskreis einer Empfehlung für „normierte“ Diagnose Werte erarbeitet.