Härtetest bestanden – S/PRI in mehr als 33.000 Schaltungen erfolgreich

By 22. Februar 2019Arbeitskreis, S/PRI

Im Rahmen des sogenannten Nahbereichsausbau konnte die S/PRI Schnittstelle ihre Massentauglichkeit unter Beweis stellen. Bei dem Projekt Nahbereich ging es darum, bundesweit die alten Kupferleitungen in 394 Nahbereichen (Nahbereich: Hausanschlüsse rund um die Ortvermittlungsstelle) durch moderne Glasfaseranschlüsse auszutauschen. Die besondere Herausforderung bestand darin, dass die Endkunden am Tag der Umschaltung möglichst wenig von der kurzzeitigen Unterbrechung der Internet- und Telefonieverbindung mitbekamen. Zudem mussten Unternehmen, die bisher Kupferleitungen bei der Deutschen Telekom angemietet hatten, nun eine glasfaserbasierte Leitung bei den ausbauenden Unternehmen anmieten. Insgesamt waren an dem Projekt 23 glasfaserausbauende Unternehmen beteiligt, unter anderem EWE, NetCologne und die Deutsche Telekom.  Auf der Abschlussveranstaltung zur Nahbereichsumstellung am 20.02.2019 in Bonn betonten die beteiligten Häuser die wichtige Rolle von standardisierten Abläufen und Schnittstellen.

In Vorbereitung des Projekts wurden durch die an der Migration beteiligten Unternehmen in einer Arbeitsgruppe des Arbeitskreises Schnittstellen und Prozesse umfangreich Prozessszenarien analysiert und für die S/PRI adaptiert. Hauptaugenmerk der Arbeitsgruppe lag auf der Analyse notwendiger Beauftragungsszenarien, die über die Schnittstelle abgewickelt werden. Hier zeigte sich einmal mehr die Leistungsfähigkeit der S/PRI: Alle Beauftragungen konnten mit den zur Verfügung stehenden „Bordmitteln“ der Schnittstelle umgesetzt werden. Es zeigte sich, dass die Schnittstelle sowohl für die ausbauenden Glasfaseranbieter als auch für die nachfragenden Endkundenprovider einen hohen Durchsatz von Aufträgen ermöglicht. Zudem konnten Abweichungen vom Standardverfahren (Terminverschiebungen, Anbieterwechselszenarien, Stornierungen etc.) erfolgreich prozessiert werden.

Das Beispiel Nahbereich zeigt, wie erfolgreich standardisierte Schnittstellen über viele Marktteilnehmer hinweg eingesetzt werden können.

 

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